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Rohwareneinkauf PDF Drucken E-Mail

Nadine, Azubi im 2. Lehrjahr zur Industriekauffrau

 

Meine Abteilung:                                                                              Rohwareneinkauf

 

An unserem Standort in Hamburg vermahlen wir pro Monat ca. 16.000 Tonnen Getreide,
davon ca. 1.400t Roggen, der Rest ist Weizen (pro Tag also ca. 500t). Unser Getreide wird per LKW oder per Schiff angeliefert.

 

Als Azubi wundert man sich vielleicht, wenn man das erste Mal in die Abteilung hineinkommt, da beim
Getreideeinkauf ein großer Bildschirm an der Wand hängt, das ist allerdings kein Fernseher!

 

Auf diesem Bildschirm werden die aktuellen Börsenkurse angezeigt.

Die Abwicklung des Getreideeingangs erfolgt über Kontrakte, also über Verträge, die wir (als Einkäufer)
mit dem Lieferanten abschließen. Inhalte dieser Kontrakte sind z.B. die Bezeichnung des Produktes, die Menge, die Qualität, der Lieferzeitpunkt und natürlich der Preis.

 

Wie sonst soll der Einkäufer Kontraktpreise finden können, wenn er nicht weiß, woran er sich orientieren soll?
Deshalb auch der große Bildschirm. Einer der wichtigen Faktoren, die bei der Preisfindung eine Rolle spielen, sind also diese Börsen.

 

Tätigkeitsablauf:

 

Eine der Aufgaben, die ich in der Abteilung hatte, war es die oben genannten Kontrakte zu verfassen
und in unsere Computergesteuerte Materialwirtschaft einzugeben. Dabei kommt man schon mit den „Incoterms“ (Lieferbedingungen)
in Berührung, welche man auch in der Berufsschule drauf haben muss. Also kleiner Tipp am Rande: am besten gleich alles merken!

 

Außerdem durfte ich bei den alle 2-4 Wochen (in der Erntezeit wöchentlich) stattfindenden Telefonkonferenzen zuhören.

 

Dort sprechen sich die Einkäufer innerhalb des Konzerns inkl. der Geschäftsführer über Strategien ab und beratschlagen unter anderem,
ob Getreide trotz bestimmter Preise gekauft werden sollte oder nicht.

 

Also ihr seht, der Preis hängt nicht „nur“ von den Kursen der Börsen ab, sondern auch von diversen anderen Einflussfaktoren
 wie zum Beispiel: Wetter, evtl. Ernteausfälle, politische Geschehnisse, etc.

 

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